Weichenstellung für die Zukunft der Sozialpolitik
Die AWO Bundeskonferenz fand vom 14. bis 16. November in Erfurt statt
Erfurt. Das Steigerwaldstadion in Erfurt war für drei Tage das Zentrum der sozialpolitischen Debatte. Über 300 Delegierte aus ganz Deutschland kamen zur Bundeskonferenz der Arbeiterwohlfahrt (AWO) – unter dem Motto „Demokratie. Macht. Zukunft.“ – zusammen, um über die Ausrichtung des Gesamtverbandes für die nächsten vier Jahre zu entscheiden. Mit dabei waren elf Delegierte des AWO Bezirksverbands Rheinland e. V., die maßgeblich an der Weichenstellung mitwirkten.
Erfolge und Würdigungen: Starke Vertretung aus dem Rheinland
Die Wahlen zum Präsidium des AWO Bundesverbands brachten besondere Erfolge für die AWO Rheinland:
- Rudi Frick wurde erneut zum stellvertretenden Präsidenten des Bundesverbandes gewählt. Ein starkes Zeichen für Kontinuität und das Vertrauen in seine Arbeit.
- Manfred Klaßen bleibt mit 100 % der Stimmen Vorsitzender des Bundesvereinsgerichts und Axel Redmer wurde als Beisitzer des Vereinsgerichts wiedergewählt.
- Ullrich von Tolkacz verstärkt weiterhin das Team der Revisor*innen des Bundesverbandes.
„Diese Wiederwahlen zeigen, wie sehr unsere Expertise und unser Engagement auf Bundesebene geschätzt werden.“, so die Reaktion aus den Reihen des Bezirksverbands. Wir gratulieren den Wiedergewählten recht herzlich!
Sozialpolitische Schwerpunkte: Anträge mit Signalwirkung
Im Zeichen der Zukunftsfragen in Deutschland wurden im Rahmen der Konferenz fast 200 Anträge beraten und beschlossen. Darunter auch drei zentrale Initiativen des Bezirksverbands Rheinland:
- Zukunft der Rente – Eckpunkte zu einer Reform des deutschen Rentensystems
- Forderung zur zügigen Umsetzung der Kindergrundsicherung
- Kinderschutz im digitalen Raum
Alle drei Anträge fanden die Zustimmung der Konferenz, ein Erfolg für die inhaltliche Arbeit im Bezirksverband.
Die Anträge können hier eingesehen werden: https://awo-rheinland.de/presse/#positionen
Die Leitanträge der Bundeskonferenz, setzten politische Zeichen für eine Weiterentwicklung des Sozialstaates und vertraten klar die Werte der AWO. Als ein für die sozialen Arbeitsfelder besonders wichtiger Leitantrag ist der Antrag des AWO Bundespräsidiums unter dem Titel „Die Arbeitskräfte der AWO sind die besten! Arbeitskräfte in der Sozialen Arbeit gewinnen, qualifizieren und halten“ zu nennen. Gefordert wird hier die Schaffung erforderlicher Rahmenbedingungen, vor allem zur Anerkennung sozialer Arbeit als hoch professionelle Tätigkeit durch:
- eine auskömmliche (Re-)Finanzierung der Dienstleistungen und Angebote, damit die Beschäftigten ihre Arbeit so leisten können, wie es dem professionellen Selbstverständnis, den fachlichen Anforderungen und der Arbeitnehmer*innen-Solidarität entspricht.
- ein durchlässiges Ausbildungs- und Weiterbildungssystem, das attraktive Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten ermöglicht.
- die Förderung von Umschulungs- und Qualifizierungsangeboten, um neue Zielgruppen für die soziale Arbeit zu gewinnen.
- die Ermöglichung von fairer und effizienter Fach- und Arbeitskräfteeinwanderung.
Prominente Gäste: Politik im Dialog mit der AWO
Die Konferenz bot darüber hinaus eine gute Möglichkeit für den Austausch mit der Politik im Land. Bundeskanzler Friedrich Merz war per Videoeinspielung zugeschaltet und die Bundesarbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas sprach vor den Delegierten. Beide betonten die Bedeutung der AWO als Stimme für soziale Gerechtigkeit. Bärbel Bas stellte sich in ihrem Grußwort deutlich auf die Seite der AWO: „Wer den Sozialstaat rasieren will, hat mich als Gegnerin! Unser Sozialstaat ist nicht nur ein Sicherheitsnetz – er ist das Rückgrat unserer Demokratie.“ Thüringens Ministerpräsident Mario Vogt und Sozialministerin Katharina Schenk waren ebenfalls zu Gast und unterstrichen die Rolle der AWO als unverzichtbare Partnerin der Sozialpolitik im Land.
Netzwerk und Austausch: Lebendige Verbandsarbeit
Neben den inhaltlichen Debatten bot die Bundeskonferenz Raum für persönlichen Austausch. Bei den Abendveranstaltungen knüpften Delegierte neue Kontakte und vertieften die Zusammenarbeit zwischen Landes- und Bezirksverbänden auf allen Gliederungsebenen.
Die Bundeskonferenz 2025 hat gezeigt, dass die AWO nicht nur ein Verband, sondern eine treibende Kraft für soziale Innovation und Gerechtigkeit ist. Mit klaren Positionen, engagierten Persönlichkeiten und starken Netzwerken geht die AWO in Deutschland gestärkt in die nächsten vier Jahre. – „Gemeinsam gestalten wir soziale Zukunft – für alle!“
Präsidium des AWO Bezirksverbands Rheinland e. V.



