Gemeinsam stärker
Zum 1. Juli 2026 schlossen sich der AWO Kreisverband Koblenz-Stadt e. V. und der AWO Bezirksverband Rheinland e. V. zusammen
Koblenz. Die sozialen Anforderungen wachsen kontinuierlich. Fachkräftemangel, steigende Qualitätsanforderungen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen stellen soziale Träger vor immer größere Herausforderungen. „Der Zusammenschluss ist das Ergebnis eines zukunftsorientierten Entwicklungsprozesses der AWO im Rheinland. Durch den Zusammenschluss können vorhandene Kompetenzen, Erfahrungen und Ressourcen gezielt zusammengeführt und zum Wohle der Menschen in der Region eingesetzt werden“, so Michaela Naunheim, Vorständin des AWO Bezirksverbands Rheinland e. V. und Michael Bungarten, Geschäftsführer des AWO Kreisverbandes Koblenz-Stadt e. V. Mit dieser Entscheidung kann die AWO ihre Kund*innen nicht nur in ihren individuellen Lebenssituationen besser unterstützen, sondern auch ihr Leistungsportfolio erheblich erweitern und verbandsinterne Hürden minimieren. Naunheim weiter: „Wir schaffen es, dass die verschiedenen Angebote des Verbandes künftig noch besser ineinandergreifen und eine durchgängigere Versorgung für unsere Kund*innen ermöglicht wird.“
Menschen, die beispielsweise Angebote des Mobilen Sozialen Dienstes in Koblenz und/oder „Essen auf Rädern“ in Anspruch nehmen, können bei weiterem Unterstützungsbedarf nahtlos in stationäre Pflege- und Betreuungsangebote der AWO übergeleitet werden. Ebenso haben Senior*innen, die nach einem Aufenthalt in einer stationären Altenpflegeeinrichtung nach Hause zurückkehren, die Möglichkeit, weiterhin ambulant über die AWO betreut zu werden. So entstehen verlässliche Versorgungsketten, von denen sowohl die Menschen als auch der Träger profitieren.
Durch den Zusammenschluss wurde das Leistungsportfolio der AWO Rheinland um die ambulanten und stationären Hilfen nach §§ 67 SGB XII und 113 SGB IX erweitert. Es bietet wichtige Unterstützungsleistungen für Menschen in besonderen Lebenslagen. Das Sophie-Schwarzkopf-Haus mit seinem spezialisierten Angebot für wohnungslose Frauen, das landesgeförderte Projekt „Housing First“ sowie das
Übernachtungswohnheim stärken die soziale Verantwortung der AWO in der Region. Gleichzeitig schaffen sie langfristig planbare und verlässliche Finanzierungsstrukturen.
Auch die Kinderspielstadt „Schängelheim“ gewinnt durch den Zusammenschluss der beiden Verbände weiter an Bedeutung. Das mehrfach ausgezeichnete Projekt vermittelt Kindern bereits früh die Werte der AWO und schafft positive Begegnungen mit sozialem Engagement. Durch die enge Verbindung zur Jugendarbeit des Bezirksverbandes gibt es fließende Übergänge zu weiteren Angeboten wie Jugendfreizeiten, ehrenamtlichem Engagement oder der Tätigkeit als Teamer*in.
„Die AWO im Rheinland wird so für viele junge Menschen über Jahre hinweg zu einem festen Bestandteil ihres Lebens“, fasst Michael Bungarten. Geschäftsbereichsleitung Wohnungsnotfallhilfe und Soziale Dienste, den großen Mehrwert treffend zusammen.
Zu guter Letzt bietet der Zusammenschluss den Mitarbeitenden und den ehrenamtlichen Mitgliedern viele Vorteile. Ein größerer Verband bedeutet vielfältigere Einsatzmöglichkeiten, ein größeres Netzwerk und Raum für fachübergreifende Weiterentwicklung und Innovationen. Projekte können gemeinschaftlich entwickelt und bestehende Angebote weiter ausgebaut werden. Der Zusammenschluss schafft die Grundlage für eine wirtschaftlich stabile, fachlich starke und zukunftsorientierte soziale Infrastruktur.
Gruppenbild Team AWO Kreisverband Koblenz-Stadt e. V. vor der AWO Bezirksgeschäftsstelle | Fotograf: Florian Hühmann / AWO Rheinland



